Die Schlacht von Culblean

November 1335


Vorgeschichte

Trotz der herben Niederlage bei Halidon Hill gab es weiterhin Konflikte zwischen dem schottischen Adel und dem wiedereingesetzten König Edward Balliol. Wegen seiner großen Einflusses wurde der ‘Guardian of Scotland’ Andrew Murray –er war einer der einflussreichsten Verfechter der schottischen Unabhängigkeit- von den Engländern bereits 1332 gefangen genommen.
Mit seiner Freilassung (vermutlich Ende 1334) erhoffte sich Balliol einen Vermittler mit den schottischen Loyalisten zu haben. Stattdessen begann Murray –wieder als Guardian of Scotland berufen- unter dem Anschein von Friedensverhandlungen, innenpolitische Gegner auszuschalten.

Zum offenen Konflikt kam es im Spätherbst 1335, als Balliols Feldherr David III. Strathbogie begann alle freien Grundbesitze nördlich des ‘Firth of Forth’ zu erobern. Nachdem Strathbogie ‘Kildrummy Castle’ äußerst Grausam belagerte, begann Murray ein Heer auszuheben und marschierte den Engländern entgegen.

Die Schlacht

Als Strathbogie vom Vormarsch der Schotten erfuhr, brach er die Belagerung ab.
Er wollte die Schotten im Wald von Culblean abfangen, jedoch erfuhr Murray davon und versuchte einen Überraschungsangriff auf das Lager der Engländer im Wald. Nachts teilte Murray seine Truppen auf und umlief das Lager von Süden und Norden. Als Kundschafter von den sich nähernden Schotten berichteten, griffen die Engländer im Glauben, sie hätten das gesamte schottische Heer vor sich an.
Nun konnte Murray seinerseits die geöffnete Flanke angreifen und diese in die Flucht schlagen.

Da der größte Teil der englisch Truppen zwangsweiße verpflichtet war und keine Erfahrung hatte, wurde –auch weil sie keine Bogenschützen hatten- die Niederlage beschleunigt.
Laut Überlieferung kämpfte Strathbogie mit wenigen Getreuen im Schutz einer Eiche bis zum Tod. Die letzten Überlebenden flohen in eine Burg am ‘Loch Kinnard’, mussten sich jedoch am nächsten Tag der schottischen Übermacht ergeben.