Die Schlacht bei Halidon Hill

Juli 1333


Vorgeschichte

Edward Balliol hatte sich 1332 selbst zum König gekrönt. Anhänger Königs David II. vertrieben ihn aber nach England.
Unterstützt von einem englischen Heer des englischen Königs Eduard III. marschierte Balliol im Frühjahr 1333 in Schottland ein und erreichte April die Grafschaft Durham, wo er begann ‘Berwick-upon-Tweed’ zu belagern.

Nach zwei Monaten der Belagerung erklärten sich die Bewohner bereit, die Stadt zu übergeben, falls sie bis Mitte/Ende Juli keinen Entsatz (Unterstützung von außen) erhalten. Um dieses Abkommen zu festigen, übergab Sir Alexander Sutton seine Söhne den Belagerern als Pfand. Währenddessen nährte sich Davids Vormund Sir Archibald Douglas mit einem Heer –er hatte vergeblich versucht die englische Königin Philippa zu entführen- um Entsatz zu leisten und nahm beiHalidon Hill’ Aufstellung.

Die Schlacht

Eduard teilte seine Truppen in drei Abteilungen. Balliol führte die linke und der Earl of Norfolk die rechte. Das Zentrum wurde von Eduard selbst geführt, der wie viele seiner Ritter unstandesgemäß als Fußsoldat kämpfte.
Die Schlacht, die einem Massaker glich, dauerte den ganzen Tag. Die Schotten mussten über sumpfiges Gebiet, auf dem sie sich schwer bewegen konnten, vorrücken um den Hügel auf den sich die Engländer postierten zu stürmen. Dadurch boten sie den Langbogenschützen, die eine Salve nach der anderen abgaben, ein leichtes Ziel und erlitten verheerende Verluste. Die englische Reiterei saß wieder auf und schlug die verbliebenen Schotten in die Flucht.

Während die Engländer geringe Verluste erlitten (angeblich nur 14 Mann), verloren die Schotten min. 4.000 Mann –darunter Sir Archibald Douglas und Sir Adam Gordon. Eine ganze Generation schottischer Adliger wurde durch die Schlacht ausgelöscht oder zumindest erheblich dezimiert. Die Belagerung von Berwick, die zwei Tage nach der Schlacht aufgab, wurde fortgesetzt.
Eduard setzte Balliol wieder als König ein und überließ ihm selbst die Durchsetzung seiner Machtansprüche.