Die Schlacht von Neville`s Cross

Oktober 1346


Vorgeschichte

Der englische König Eduard III. brach das ‘Abkommen von Northampton’, indem die Grenzen zwischen Schottland und England geregelt werden. Er war der Meinung es wäre ungültig, da es zur Zeit seiner Minderjährigkeit ausgehandelt wurde und daher nicht seinem Willen entspräche.

1341 kehrte der nach Frankreich in Sicherheit gebrachte David II. nach Schottland zurück und übernahm wieder die Herrschaft.
Gemäß der ‘Auld Alliance’ griff er 1346 England an um Frankreich in ihrem Krieg gegen England zu entlasten. David ging davon aus, daß die Truppen Eduards in Frankreich gebunden wären, doch die Engländer hatten vorgesorgt.

Die Schlacht

Im Oktober 1346 machten die Schotten in ‘Bear Park’ halt. Erst als eine schottische Abteilung unter Führung von William Douglas, Earl of Douglas auf eine englische Vorhut stieß, wurde David von der erfahrenen Streitmacht bestehend aus Rittern und Bogenschützen unterrichtet. Er war jedoch davon überzeugt, daß die Engländer aufgrund seiner zahlenmäßigen Überlegenheit, nicht siegen könnten.
Er ließ seine Bataillone am Fuß des Hügels von ‘Neville´s Cross’ Aufstellung nehmen bevor sie ihn erklommen. Da sie von Zäunen und Wällen aufgehalten wurden, kamen die Engländer schneller voran.
Zunächst nahmen die Schotten –beeinflusst durch vorangegangene Erfahrungen- eine Defensivstellung ein, wurden aber durch Salven der englischen Bogenschützen zum Angriff provoziert. Die schottischen Truppen verloren ihre Ordnung und unter dem Pfeilhagel verloren ca. 3.500 Schotten das Leben, wodurch die Engländer die Schlacht für sich entscheiden konnten.

Mehrere Gefolgsleute Davids desertierten, darunter auch Robert II. und der Earl of March.
David und einige Adelige wurden gefangen genommen, während die restlichen schottischen Truppen Meilenweit verfolgt wurden. David wurde in ‘Odiham Castle’ inhaftiert und konnte erst nach elf Jahren nach Schottland zurückkehren.