James V.

Eckdaten

*04/1512
†12/1542
Vater
James IV.
Mutter
Margaret Tudor
Ehe
1. Madeleine de Valois, Tochter v. Franz I v. Frankreich
2. Mary de Guise
Kinder
2 Söhne
1 Tochter
mehrere illegitime
Krönung
09/1513 in Stirling Castle
Regentschaft
1528 bis 1542

Als James V. seinem Vater James IV. auf den Thron folgte und im September 1513 gekrönt wurde war er gerade mal 17 Monate alt.
Daher übernahm zunächst seine Mutter Margarete die Vormundschaft und Regentschaft. Als sie Archibald Douglas, Earl of Angus heiratete verlor sie die Vormundschaft und das Amt des Regenten ging an John Stewart, Duke of Albany.
Da John sein bisheriges Leben in Frankreich verbrachte, sprach er kaum eine der gebräuchlichen Sprachen (Englisch, Schottisch und Gälisch) und wusste recht wenig über seine Heimat. Dennoch erwies er sich als guter, beliebter Regent, treuer Schotte und zeigte große Vorsicht im Umgang mit den Lords.

Während eines vierjährigen Besuchs (1517-21) in Frankreich erneuerte Stewart die ‘Auld Aliance’ und führte mit französischer Unterstützung zweimal schottische Armeen (1522/1523) gegen England. In beiden Fällen marschierten die Schotten nur bis zu Grenze. Die Erinnerung an die Geschehnisse in Flodden, bei denen James IV. starb erwies sich als Fluch.
Stewarts pro-französische Politik war damit gescheitert und er verließ Schottland.

Die pro-englische Fraktion übernahm, setzte dem König eine Krone auf und führte ihn dem Volk vor, sorgte aber dafür er nicht Herrschaft übernehmen konnte. Sein Stiefvater Archibald Douglas entführte ihn 1525 nach Edinburgh Castle und stellte mit Verwandten und Vertrauten selbst die Regierung.
1528 gelang es seiner Mutter Margarete, die inzwischen von Douglas geschieden war, James zur Flucht und Machtübernahme zu verhelfen. James berief sofort ein Parlament ein, in dem er Douglas und seine Familie zum Tode verurteilte und begann den Stammsitz der Familie zu belagern. 1529 ergab sich Douglas, floh nach England und James konnte sich den übrigen Unruhen im Land widmen.

Henry VIII. hatte sich von der katholischen Kirche abgewandt und die protestantische ‘Church of England’ gegründet, während auch viele von James` Lords sich dem neuen Glauben zuwandten.
James war und blieb Katholik und ging hart gegen Häresie vor, was ihn zum natürlichen Verbündeten des katholischen Frankreichs und der römischen Kirche machte. Unter des versuchte Henry jedoch, Schottland als Verbündeten gegen Rom zu gewinnen und bot James seine Tochter Mary zur Frau an. James lehnte dieses Angebot und weitere Vorschläge ab und erneuerte stattdessen die ‘Auld Alliance’.
1537 heiratete er die damals 16 jährige Madeleine, Tochter des französischen Königs Franz I. Kurz nach ihrer Ankunft in Schottland starb sie jedoch und James nahm sich ein Jahr später Marie de Guise, Tochter des Herzogs von Guise, zur Frau.

Henry sah sich mit weiteren katholischen Mächten konfrontiert, beschloss daher mit James zu verhandeln und reiste persönlich für ein Treffen nach York. Seine Berater hatten James davon abgeraten und er machte sich daher gar nicht erst auf den Weg, was zur Folge hatte, daß Henry wütend den Einmarsch in Schottland befahl. Nach dem Tod seiner Mutter 1541 sah auch James keinen Grund mehr den Frieden zu wahren, hob ebenfalls eine Armee aus und marschierte nach Süden. Nach 20 Meilen stockte der Vormarsch, da sich die Lords weigerten weiter zu gehen. Sie sahen in dem Feldzug einen Stellvertreter Krieg für Frankreich, welches sie dabei nicht unterstützte.
Da der Klerus einen Abfall vom wahren Glauben und eine Ausbreitung des Protestantismus befürchtete, führte James im November 1542 ein gemischtes Heer -bestehend aus Kirchentruppen, Söldner und treuen Verbündeten nach Lochmaben. Eine Abteilung unter Oliver Sinclair geriet dabei in eine Falle und wurde vernichtend geschlagen.

Als der Herzkranke James von dieser Niederlage und von der Geburt einer Tochter, statt einem männlichen Thronfolger erfuhr, war offenbar so erschüttert, daß er kurz darauf im Dezember starb.